MSF Idstedt
Motorsportfreunde Idstedt e. V.
1971 wurden die Motorsportfreunde Idstedt am 3. Dezember von 35 Interessierten offiziell gegründet. Die erste Jahreshauptversammlung fand am 6. Januar des Folgejahres statt. Der Name des Vereins wurde festgelegt, der Eintrag in das Vereinsregister und der Anschluß an den NAVC erfolgten im ersten Jahr des Bestehens.
1973 wurde bereits das 100. MSF-Mitglied begrüßt. Es wurden Aufkleber, Aufnäher, Anstecknadeln entworfen. Zum ersten mal gab es das Orientierungswandern und das Lagerfeuer-Fest.
1975 kam das erste MSF-“Info” als Clubnachrichten heraus. Die Tischtennisgruppe wurde als “Verein im Verein” gegründet und nimmt seitdem an Punktspielen teil.
1976 brachte zwei einschneidende Wechsel für den Verein. Nach der Schließung von “Idstedtkirche” wurde die Gaststätte “Zum Goldenen Stern” in Stolk neues Vereinslokal. Zum anderen trennte sich der Verein vom NAVC und schloß sich dem ADAC an. Die Palette der Veranstaltungen wurde um ein Verspielen erweitert.
1977 führte die MSF in sechs Dörfern ADAC-Fahrrad-Turniere durch. Die Streckensicherung des Sylter Rundstrecken-Rennens oblag dem Idstedter Club. Zum ersten Mal gab es den Clubslalom bei divi (heute real) in Schleswig.
1978 gab es eine weitere Neuerung, den Schotterslalom. Der Verein kaufte eine Lichtschranke und beteilige sich mit einem Informationsstand am (verregneten) Schleswig-Holstein-Tag in Idstedt.
1980 wurde zum Jahr der sportlichen Erfolge. Die Rallye-Mannschaft wurde Landesmeister, die 1. Tischtennis-Mannschaft stieg in die Kreisliga auf. Die Mitgliederverwaltung wurde auf EDV umgestellt.
1981 findet bei den MSFern die erste Auto-Trial-Veranstaltung in Schleswig-Holstein statt. Eine Idee, die gemeinsam mit dem damaligen ADAC-Sportsekretär Eckhard Klau mit Erfolg umgesetzt wurde. Bis heute ist diese Sportart ein Hit im genehmigungsfreien Motorsport geblieben.
1982 fand die CIMBERN-Rallye Angeln in Zusammenarbeit mit dem AC von Flensburg statt. Es war die erste Rallye in der Bundesrepublik Deutschland überhaupt, die an jeder WP einen Arzt vorhielt!
1983 kam es zur Durchführung der grenzüberschreitenden Int. CIMBERN Rallye. Gemeinsam mit dem MK Haderslev wurde der Grundstein für eine Veranstaltung gelegt, die sich in der Folgezeit in beiden Ländern einen hervorragenden Ruf erworben hat.
1984 fusionierten die Wiking-Rallye des AC Schleswig und die CIMBERN- Rallye. Die neue “Wikinger Rallye” hatte bei ihrer Premiere 152 Teilnehmer. Alleine in der “Kuhl de Turini” in Idstedt verfolgten über 7.000 Zuschauer das Geschehen.
1985 gab es für die MSF-Sportfahrer den bisher größten Erfolg auf nationaler Ebene: Rolf Petersen/Andre Bockelmann wurden Deutsche Vizemeister im Rallyesport.
1986 bleibt ebenfalls in schmerzlicher Erinnerung. Claus Soltau – Mitinitiator der Rallye-Fusion und Rallyeleiter – verunglückte tödlich. Die Benefiz-Veranstaltung auf der Jübeker Sandbahn wird zur Demonstration der Solidarität von Motorsportlern aus vielen Vereinen Dänemarks und Deutschlands.
1987 wandte sich der heutige Kreispräsident Johannes Petersen in einer Kreistagsdebatte gegen eine “Verteufelung des Motorsportes”, er habe seine Berechtigung. Rolf Petersen/Andre Bockelmann schafften bei der Wikinger Rallye den Hattrick. Die Polizei schätzte die Zahl der Fans am “Kuhl den Turini” in Idstedt auf 10.000.
1988 appelliert Schleswigs Bürgervorsteher Hansen bei der Siegerehrung der Wikinger Rallye an die dem Rallyesport kritisch gegenüberstehenden Bürger, mehr Toleranz zu üben. Im Herbst des Jahres verbietet der Landtag Motorsportveranstaltungen in Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Die Landtagsabgeordneten Holger Astrup (SPD) und Max Stich (CDU) stellen sich der Diskussion im MSF-Vereinslokal.
1990 ist die DDR-Nationalmannschaft bei der Wikinger Rallye am Start – erstmalig und einmalig! 123 Teilnehmer sind bei der (endgültig?) letzten internationalen Auflage der Wikinger Rallye im dänischen Sonderborg am Start.
1991 endet nach 18 Jahren als 1. Vorsitzender der MSF die Ära Hanni Philipp. Zu seinem Nachfolger wurde Jürgen Krabbenhöft gewählt. Erstmals werden Fahrrad-Turniere in Böklund und Schuby in Zusammenarbeit mit den Grundschulen durchgeführt.
Erstmals können die Idstedter 1992 das Gelände des Flugplatzes Eggebek für eine Slalom-Veranstaltung nutzen.
1993 wird der Verein als gemeinnützig anerkannt, Mitglied im Landessportverband und im Fachverband für Motorsport.
1994 startet der erste Wiederbelebungsversuch der Wikinger Rallye auf nationaler Ebene. 52 Teams aus fünf Bundesländern waren begeistert.
1995 wurde die Veranstaltungspalette der MSF um einen internationalen Slalom-Wettbewerb erweitert. Die Zweitages-Veranstaltung auf Eggebek wurde mit großartiger Unterstützung der Bundeswehr zum “Slalom-Festival”.
1996 fand im Beisein der Stolker Bürgermeisterin Elfriede Wegner, des ADAC-Vorsitzenden Max Stich und zahlreicher Ehrengäste das “MSF-Jubiläumsfest” statt. Grußworte wurden gesprochen und Geschenke verteilt. Danke!
1998 werden MSF-Vizevorsitzender Bernd Becker und Tina Schöngart Pokalsieger im Rallyesport des ADAC Schleswig-Holstein.
Im Rahmen der PS-Parade 1999 bieten die MSFer ein Kettcar-Racing an. Trotz Regenwetters nahmen 109 Kinder teil. 2000 sind gar 195 Kids beim Kettcar-Racing dabei!
2001 musste der Slalom-Event auf dem Eggebeker Flugplatz kurzfristig abgesagt werden. Das Gelände stand aus militärischen Gründen nicht zur Verfügung.
Heinrich Petersen wird 2002 zum ersten und bisher einzigen MSF-Ehrenmitglied ernannt. Heini Brodersen gewann die Kart-Racing-Meisterschaft des ADAC Nord-Ostsee-Pokales.
2003 wurde erneut das Vereinslokal gewechselt. Jetzt haben die MSF ihre Heimstatt im Gasthof Gammellund. Holger Haulsen erhielt den Ehrenamtspreis des Kreissportverbandes.
2004 feiert die Wikinger Rallye ihr zweites Comeback als “kleine Rallye” mit 51 Startern, darunter 4 dänischen Teams.
2005 nahmen dann 63 Teams an der Rallye teil, das Zeichen für die Veranstaltergemeinschaft aus MSF und AC Schleswig, 2006 auch eine “große Rallye” anzubieten. Das Mixed aus national A und B stellte eine große Herausforderung für die Organisation dar und wurde absolut gemeistert.
2007 und 2008 zählt die Rallye zu den ADAC Masters und findet bei allen Beteiligten großen Anklang. Das gilt auch für die Slalom-Veranstaltungen auf dem – jetzt ehemaligen – Flugplatz in Eggebek. Für die genannten Wettbewerbe werden die Internet-Angebote immer wieder verbessert, als Beispiel sei nur die Online-Nennung angeführt.
2009 zählte die zusammen mit dem AC Schleswig durchgeführte ADAC Wikinger Rallye erstmals zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM). Das Prädikat zur Dänischen Meisterschaft sorgte für DM². Die Veranstaltung fand bei allen Beteiligten großen Zuspruch: “Eine Bereicherung für die DRM!”
Ende Mai steht mit der DRSM ein weiteres nationales Prädikat auf der Agenda. Auch hier gilt der Werbespruch der Rallye: … in Deutschland ganz oben!